Atem holen – Papierobjekte – Ausstellung der Künstlerin Katherine Tinteren-Klitzke
ausgestellt vom 10.04.2026 bis 19.07.2026
„Das Zusammenspiel von Kontur und Linie, vom Offenen und Geschlossenen, Sichtbaren und Verborgenen, konvex/konkav. Es gilt, Form, Struktur und Textur aus dem Material herauszuholen.“
Das sagt Katherine Tinteren-Klitzke über ihren Zugang zur Kunst. Ihr Werkstoff ist Papier, ergänzt um Materialien, die sich in irgendeiner Form nähen, knüpfen oder stricken lassen. Die Kunst entsteht aus gebrauchten, weggeworfenen oder geschenkten Materialien. Auf Klebstoff und aufwändige, stromverbrauchende Werkzeuge verzichtet sie weitgehend.
Die Ausstellung wird am 10. April 2026 um 17:00 Uhr im Beisein der Künstlerin eröffnet.
Als Künstlerin arbeitet Tinteren-Klitzke ohne einen Plan, sie sammelt und sichtet Materialen, nähert sich tastend über die Eigenschaften des Materials an das entstehende Kunstwerk an. Die „Intelligenz der Hände“ und die „Manipulation des Materials“ führen bei Tinteren-Klitzke zur künstlerischen Kreativität. Schicht um Schicht entstehen die Kunstwerke aus Papiermasché.
Was auf dem Papier sehr theoretisch klingt, führt in der Praxis zu erstaunlich vielfältigen Kunstwerken. Vielfältig in Form und Gestalt, in Größe und Haptik. Doch nichts ist hier offensichtlich, jede Form wartet auf Interpretation.
Papier ist geduldig, sagt der Volksmund, auch die Werke von Katherine Tinteren-Klitzke laden ein zu geduldigem Schauen, zu eigener Interpretation und zu etwas Abstand. Atem holen, Ruhe finden: Das ist hier durchaus ernst gemeint.
Eines ist den Kunstwerken bei aller Vielfalt doch gemein: der Verzicht auf Farbigkeit. Katherine Tinteren-Klitzke empfindet Farbe als Ablenkung von der für sie wichtigen Form.
Die matt-weißlichen Farbtöne erinnern zudem an die englische Kreidelandschaft, in der die Künstlerin aufgewachsen ist.
Für die Ausstellung finden duale Führungen statt.
Am Sonntag, 19. April und am Sonntag, den 7. Juni stehen jeweils um 15:00 Uhr das Museumsteam und die Künstlerin für Fragen zur Verfügung.
Die Ausstellung ist bis zum 19. Juli 2026 im Museum Voswinckelshof zu sehen.
Der Eintritt ist frei.
Das Museum Voswinckelshof ist Dienstag bis Sonntag jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

